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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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185
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das Studium der Theologie betr. löS

rührend, wenn eine christliche Gemeine mit Herzund Ueberzcugung Auferstehungs-, Geburts-, Pas-sionslieder , als Facta und Entschlüsse über Factasinget; in ihrer größten Simplicität ist eine Kraft,die manches neuere Machwerk von gereimtem oderungereimtem Naisonnement weder nachahmcn, nochersetzen kann. Auch hier giltstWasser thutö nicht,sondern Wort Gottesund Glaube," um welches sichdie besten Raisonnements der Menschen nur wieKränze um den Stamm flechten. Ich bin überzeugt,daß die alten Hymnen der christlichen Kirche, dieGesänge des Prüden; u. a. manche Lieder der latei-nischen und alten mährischen Gemeine, und wasseit den Zeiten der Reformation ihnen in ihrem Geistefolgte, daß diese einfältigen, historischen Glaubens-gesange beim größesten, nützlichsten Thcil der Men-schen mehr Gutes geschafft, mehr Unschuld, Ruheund Ueberzcugung gewirkt haben, als was, an dieStelle gesetzt, vor der Hand wirken würde. Der Grunddes ganzen Christenthums ist historische Bege-be nh ei t und derselben reine Erfassung, simpler,schlichter, thatig- a u s drü ck en d er G l a u b e.

Eben aber, daß dies sein Grund ist, zeigt,mein Freund, daß das Christenthum als solches,nie verfolgen kann, nie verfolgen muß. Werwird den andern mit Feuer und Schwert zwingen,daß er eine Sache historisch glaube? Ueberzeugeihn, daß er glaubt: wo nicht, so laß ihn gehen.Er stehe oder falle dem Richter seiner Ueberzeugung;du bist dies nicht. Christen, die einander zum Glau-ben zwingen, oder des Unglaubens wegen verbren-nen und verfolgen, sollten nur den Titel ihres Te-staments aufschlagen: cs heißt Evangelium, es