ten sie nun, als dazu bestellte und fast dazu ge-zwungene Augenzeugen, lebend und sterbend, un-ter Schmach und Trübsal, und so fvrtgehend, un-enthusiastisch, harmonisch in Schriften und im Le-ben , im Leben und im Tode weiter — Ich hassealle Declamation bei historischen Erweisen : ich habemir selbst über diese Sache viel zu lang geschrieben,weil sich einem Zweifelnden oder gar Laugncndendoch selten etwas oder gerade nur so viel cinredenlaßt, als wenn man dem Blinden von der Farbedeclamirt: überhaupt sind große Bande von Bewei-sen der Wahrheit der christlichen Religion keine Speisefür mich, und ich wünsche nicht eben, daß sie'sauch für Sie würden, ja endlich nach Allem willich noch kein Wort für die Wahrheit der christlichenReligion (so verflochten, als man das Wort Re-ligion nimmt) gesagt haben; allein für die Wahr-heit dieser kleinen Geschichte, wie sie in ihremersten Zusammenhänge dort erscheint, konnte undkann ich nicht anders reden, bis man mich einesandern überzeuget. Ich sage mit allem nichts mehr,als lesen Sie unbefangen und im Zusammenhang«ihrer Zeit, ihres Orts, ihrer Umstande, die Ge-schichte selbst; und (wenn ich hinzu setzen darf) hü-ten Sie sich, so viel Sie können, vor abstrakten,hinkenden Bettelbeweisen. Unglaube mag die Pestdes Christenthums seyn; schlechte Beweis-Metha-phpsik ist scinczgarstige, faule Seuche. Es sterbenmehr Menschen an dieser, wie vielleicht an jener;und in unfern Tagen ist sic die Mode-Krankheit.—
Indem ich Sie auf diese Bücher selbst und aufdie Gründung des ersten Christenthums, als auf