das Studium der Theologie betr. 179
sonst konnte keiner ihre Stelle vertreten) und wennsie's einmal thaten, nicht anders, als also zeu-gen durften. Wir haben also noch nicht dasMindeste gegen sie; und noch alles ist für sie.
Wäre Eine falsche Spur in ihren Schriften,oder in ihrem Leben: wäre Einer aus ihrem Mit-tel z. E. von ihnen abgetreten , halte ihre Betrüge-rei, ihre Verabredung, die Geschichte Jesu zu ver-stellen, auch nur feindselig entdeckt; hätte Ju-das, der Verräther, cs auch nur in der Stundeentdeckt, da sein Bauch barst — so wäre Inäioi-rnn gegen sie, und nun müßte man schwanken,prüfen, rechtlich, richterlich, crzkritisch untersuchen;noch aber könnte man nicht ungehörter Sache ver-dammen und abläugncn. Nun ist von allem ge-rade das Gegentheil. Keiner wird seinem Zeugnißund der Sache desselben untreu; sie leben, leiden,sterben darüber; der Verräther büßt seinen Pöbel-geiz mit dem Leben und konnte nichts vcrrathen,als — den Garten, wo Christus war, wo ihn dienächtlichen Diebe fangen konnten. Die Briefe Pe-trus und Johannes sind auf die Geschichte Jesunicht nur gcbauet, sie sind mit ihnen Eins; dieGeschichte Jesu ist ihre Seele, wie sie Seele undganzes Leben derer war, die sie schreiben. DiesenGeist pflanzten sie fort, mit ihm allein erfülltensie den Körper des Christenthums, daß er, trotzallem, was ihm Anfangs entgegen war, fast zweiJahrtausende überlebt hat — wahrlich, eine sonder-bare Betrügerei, ohne alle und gegen die größe-sten Anzeigen! Ein einziges Reich Beelzebubs, dasmit sich selbst so eins, das in allen Wirkungen ein
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