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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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könne oder wolle, und lasse sie mit sich selbst un-verworren. Für Kritiker, die eine römische odergriechische Geschichte suchen, haben sie nicht schrei-ben wollen; und es werden ihnen alleistal Leserbleiben, wie klein und verachtet ihre Anzahl sey,die die Unbefangenheit ihres Geistes, die planloseEinfalt ihres Ganges, kurz das aufrichtige, list-und harmlose Ganze ihrer Erzählung so bemerkenwerden, wie man ein offenes Gesicht und die kunst-lose Relation eines gemeinen Mannes bemerkt und

mit sich einigt-Vom Evangelium Johannis

rede ich hier mit Fleiß noch nicht: denn es ist eindogmatisches Evangelium nach einem eigenen Plangeschrieben.

Vielleicht wenden Sie ein , daß alles das wohlangienge, wenn sie nur nicht so wunderbar d.i. unwahrscheinliche Sachen erzählten, und daß alsoeben dieses Unwahrscheinliche die Grenze sey, woder Glaube ihres Berichts aufhöre. So könne manihyen z. E. wohl glauben, daß ein Jesus gelebt,daß sie mit ihm umgegangen, daß er dies und je-nes gesprochen/gewollt , betrieben habe, (falls sierecht gesehen und gehört,) daß er gekreuzigt, ge-storben , begraben sey Aber nun ja kein Wortweiter. Daß er so wunderbar geboren, so wunder-bar getauft, gelebt, gestorben, gar auferstanden,gen Himmel gefahren sey; dies könne man sicherals Betrug oder als frommen Jrrthum von ihrerErzählung scheiden, das sey gewiß nicht wahr,weil es nicht wahrscheinlich, für unsnicht wahrscheinlich ist, oder endlich, weil wir'snicht selbst gesehen oder erlebt haben.-Die