das Studium der Theologie betr. r?3
liberaler, vvlksmäßigcr man diese Bücher liefet;desto mehr ist man in ihrem Sinn, im Geist ih-res Ursprunges und Inhalts. Sie hatten gleichsamkein Arg, in dem, was sie auf treuen Glaubenund gut Gewissen erzählten; sie bauten also auchKabalen feindseliger Kritik nicht vor, so wenig sieeigentlich für solche schrieben. Ihre Rede war Milchder Wahrheit, Honig einer fröhlichen Botschaft fürKinder, Jünger, Christen, einfache, arglose Leser
-Hallen Sic also, mein Freund, so viel Sie
können, beim ersten Lesen dieser Schriften alle ge»zwungenen Harmonien, dogmatischen Erörterungenund gelehrten Ueppigkeiten im Commcntiren auSandern Nationen, Sprachen und Denkarten von sichentfernt; sic stören durchaus den ersten unverdorbe-nen Eindruck. Lesen Sie jeden Evangelisten alleinund messen ihn nach seiner Absicht: wenn Sienachher die drei ersten zusammenstellcn, so geschehecs noch frei, nicht sylbcn -, sondern sektionenweise,wie etwa der und jener dieselbe oder eine ähnlicheNede und Handlung beschreibet. Seyn Sie hierinlieber zu freigebig, als kritischkarg; weil die Evan-gelisten keine Kritiker waren und ja die, an denendie Wunder geschahen, nicht einmal namentlichnennen, geschweige daß sie ein Protokoll über ihreHeilung hätten führen wollen. Aehnliche Stellenerläutern Sic durch einander, mit der billigen,milden Hand, mit der man redlichen, des Spre-chens und Schreibens ungewohnten Zeugen, ihreAussage leicht macht; statt, daß der, dem daranliegt, daß Sie sich widersprechen sollen, Sie ver-wirrt, Sie bei Kleinigkeiten der Verschiedenheit ausIhrem eigenen Sinn treibt und Ihnen, wenn ich
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