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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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und wäre dies (wir können's aber nicht sicher be-weisen,) so hätten wir ein Evangelium mit PetruSAutorität und Durchsicht. Lucas hat, wie erselbst sagt, aus Anderer Erzählungen gesammeltund geordnet; er beruft sich auf Augenzeugen derGeschichte, die er mit Fleiß und Ordnung schreibenwill; diese Schreibart ist bei ihm auch durchausmerkbar. Indessen macht er sich so wenig, einPragmatischer Geschieht - oder ein reingriechischerEhronikschreiber zu seyn, anheischig, als es ja seynBuch zeiget. Er erzählt die vorläufigen Umständeder Geburt Jesu, eine Reihe Gleichnisse, Sprücheund Wunder, die Matthäus nicht hat; im Ganzenaber sehen wir, Einer nimmt das Wort Evangeli-um, wie der andere, für simple Erzählung der Le-bensumstände Jesu, wie sie sich nach treuen Berich-ten der Augenzeugen zugetragen haben, ohne fürden Tag und die Stunde jedes Worts, jedes Spruchsund Wunders zu stehen. Wozu sollte dies auch?und wie schwer wäre cs, ohne daß Judas etwa,statt des Beutels, die Feder hatte führen müssen,gewesen? Sowohl die Worte, als die WunderChristi wiederholen sich oder laufen in einer ewigenAchnlichkcit fort; ob an dem, oder dem? hier oderda? jetzt oder morgen? so oder also verrichtet, thuthier nichts zur Sache, da es keine in jeder Kleinig.keit verfängliche gerichtliche Aussagen, sondern sum-marische Nachrichten seyn sollten, die, wie auchJohannes zu Ende seines Evangclii sagt, mit Fleißvieles übergiengen und nur Hauptpunkte in Bege-benheiten, Reden und Thaten bemerkten. Jeschlichter, wenn ich so sagen darf, d. i. je wenigerangestrengt und kritiksüchtig, je aufrichtiger, freier,