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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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langer oder kürzer, hier oder da erzählen; ihre Er-zählungen sind also historische Documente und Be-lege des alten Glaubensbekenntnisses, das bald ausihnen gezogen ward :geboren von Maria der Jung-frauen bis, wiederkommend, zu richten die Le-bendigen und die Tobten/' -Hierüber sind sie mitden verschiedensten Worten alle Eins; dies ist auchder nützlichste und beste Gesichtspunkt zu einerHarmonie derselben ein Wort, das sonst soschrecklich mißbraucht wird. Die Leute, die jedesWort der Evangelisten in Absicht auf Umstand,Zeit, Wunder und Lehre Christi, bis zum Klein-sten kner, xon und rorx harmonisiren wollen, wis-sen nicht /j'was sie thun. Sie zwingen und har-monischen so lange, bis nichts mehr harmoniret,bis man sich an den Verwirrungen des schlichten,offenbaren Sinnes der Evangelisten überdrüssig lie-fet. Offenbar war der Zweck dieser nicht, Chronikoder pragmatische Geschichte, sondern summarischeNachrichten nach gewissen Hauptmomentcn undMerkmalen zu schreiben, die bei aller Verschieden-heit daher in Allen Eins sind. An so verschobenenOrten zuweilen Matthäus und Lucas einerlei Rede,Gleichnis und Wunder Jesu erzählen; so deutlich.erzählen sie doch einerlei Sache, nur vielleicht auseiner andern Quelle geschöpft, in einer andernAbsicht geordnet. Wissen oder wüßten wir diese,so würde alles Harmonie; denn die Harmoniedes Geistes und Zwecks ihrer Erzählung istunverkennbar.

Irre ich nicht: so ist Matthäus der erste Evan-gelist gewesen, unter den vier, die wir haben. Ich