Briefe,
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ne Jünger, Aelteste und Gemeinen, über einenKreis von Umstanden und Beziehungen, wie er ih-nen vorlag, und wie diese ihren Zuspruch brauchten.Die Zuschrift sollte nur den Zuspruch ersetzenund spricht also in der vertraulichsten Schreibart.Kurz, der Zweck des N. T. ist nicht, eine Biblio-thek zu stiften, die ewig neue Bibliotheken zeugte,sondern den Bund zu errichten, da niemand denandern gelehrt unterwiese: erkenne den Herrn,sondern alle ihn kennen sollten, kindlich und thä-tig.-
Mich dünkt also, es sey schon Mißanwendungdieser Schriften, daß man so viel und in so an-derm Geist über sie spreche und schreibe, als indem sie geschrieben sind und in dem sic wahrschein-lich auch haben gelesen werden wollen. Was in derWelt helfen alle die gelehrten Erörterungen, woam Ende doch nichts heraus kommt, als daß wir
— auch dies nicht wissen: z. E. welchen Tag undStunde Christus geboren sey? wo er in Aegyptengewesen? woher die Weisen aus Morgenland ka-men und wie der Stern ihnen das Haus zeigte?wer Petri Schwieger, und ob Matthäus und Leviverwandt gewesen? ob Matthäus sein Evangeliumebraisch geschrieben und was am Evangelium derNazarener sey? (deren keines wir wahrscheinlich zusehen bekommen werden) wer des Lucas Theophi-lus war? wann und wo jeder Evangelist und Apo-stel jeden Blichftab und Vers seines Evangeliums,seiner Briese geschrieben? an wen er sie couvertirt?wie leserlich oder unleserlich seine Hand gewesen?
— Alle dergleichen gelehrte Untersuchungen, dievor einiger Zeit noch Einleitungen ins N. T. hjcs-