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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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161
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das Studium d er Theologie betr. i6r

in diesem Felde des simpeln Weges nicht verfehle.Die Bücher des A. T. bestehen aus so vielen undso mancherlei Schriften, sowohl in der Schreibart,als nach dem Genius der Gedanken des Schreibersverschieden; warum th eilet man nicht mehr dieArbeit, und giebt zuerst einzelne Bücher mitallem kritischen Flciße heraus? Das Studium derBibel würde dadurch natürlich: man vergäße, woes seyn muß, die übrigen Bücher bei diesem Bu-che, lernte dieses zuerst in seinem Licht sehen undschätzen. Auch wünschte ich so viel möglich zuerstallen Commentar weg, und nur eine vollständi-ge, richtige, kritische Ausgabe einzelnerBücher. Der masoretische Text stünde oben;jetzt die Lesarten anderer Exemplare, wozu Kcn-nikot den ersten unvollkommenen, leider gar un-sicher!,, indeß immer doch nützlichen Anfang ge-macht hat. Jetzt kämen die alten Uebersetz-ungcn, sofern sie nämlich kritischen Gebrauch ha-ben; ihre Abweichungen würden genau angezcigtund sodann vermuthet, woher die Abweichung kam?wie sie gelesen? oder gehört? oder verstanden? Al-les dieses kurz und genau; das eigene Urtheil soselten, als möglich; meistens nur mit Zeichen «nhverschiedener Druckart angegeben. Die vierte Co-lumne enthielt Conjekturen, Neuerer eigeneÜbersetzungen, wo sie sich nämlich auf keine dervorigen Elasten reduciren, und nicht gar auf Un-wissenheit gründen; sonst blieben sie weg, und derUnterschied bloßer Worte würde gar übersehen.Wünschen Sie nicht mit mir, mein Freund, daßwir eine solche Bibel, auch nur in den einzelnenHerders Werke z.Rel. u. Theol. IX. L