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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Seite
157
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La- Studium der Theologie betr. 167

Dies kann nun nicht anders als meiner Fassungs-kraft angemessen geschehen; oder man müßte bewei-sen , daß, wenn ich diese Schriften lese, ich so-gleich Mensch zu seyn aushörc, und Engel, Steinoder Gott werde. Hypothesen solcher Art (sie ver-dienen diesen Namen nicht einmal, denn sie sindjedem gesunden Gedanken und aller Natur zuwider)können nichts anders als bittern Spott und äußer-sten Schaden gebühren.

Um Gottes und unser selbst willen, meinFreund, lassen Sie uns dem Gott und Geistefolgen, der uns diese Bücher gab, der uns in ih-nen so anschaubar, so vertraut und natürlich redet.Warum redet er also ? warum ändert er so oft denTon? warum bequcmt er sich der Seele, der Fas-sungskraft, dem Gesichtskreise, dem Ausdruck je-des dieser Schreiber? warum anders? als daß ervom verderblichen Abgrunde der Schwärmerei, ausdem noch keiner zurückkam, der sich hineinstürzte,daß er uns von ihm weg, fern weg, und nurauf Natur, Natur richten wollte, seine Spra-che als die verständlichste, innigste, natürlichste,leichteste M en sch e n sp ra ch c zu hören und zuvernehmen. Warum ist das Meiste in der BibelGeschichte? und auch alle Poesie, Lehre, Pro-xhetcnsprache auf simple Geschichte gebauet?Warum anders, als weil Gott in der Schrift zuuns sprechen wollte, wie er in der Natur zu unsspricht, in seinem vertrauten Wort, wie in seinenoffenen Werken, naturvoll, thätlich. Die Spra-che der That ist die Sprache Gottes: denn so erspricht, so gcschichl's, so er gebeut, so steht's da;