das Studium der Theologie betr. r3Z
Eilfter Brief.
Mich freuet, daß Ihnen das Studium der Psal-men durch meine Anfrischung lieb geworden; wirhaben in unlerm Zeitalter auch über sie gute Hülfs-mittcl erhalten. Ausser Michaelis, Schulz,Tellers, Knapps, MendelsohnS Ucber-setzungen in Prose, und so manchen hie und da inVersen haben mehrere gelehrte Männer in einzelnenAnmerkungen manche Berichtigung und Erläuterunggeliefert?) Ich gehe zu den Schriften Salomo'süber — —
Die Sprüche sind eins der schwersten Bücherder Bibel, übersetzt zu werden. Der Geist orien-talischer Sinnsprüche ist von unserer Art der Spra-che und Vorstellung so verschieden, daß oft ihr fein-ster Witz für uns stumpf wird, und die ihnen auf-fallendste Aehnlichkcit verschwindet. Indessen habenauch hier sehr würdige Männer gearbeitet und durchAnmerkungen und Uebersctzungen dem Liebhaberfortgcholfen. Ich darf die Namen eines Schal-tens, C. B. und I. D. M i ch ae l is, Hunt,Nciske, Döderlein nur nennen, um Sie aufdiese Blumenlese des mvrgenlandischen Witzes und
HZ.B. Döderlein in seinem Grotius, Da-thein seinem syrischen Psalter, Knapp, Köh-ler in mehreren Stücke» des Repertorium,Haßt in der Zdiognomik Davids u. a.