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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

erklärender Wiederhall der ersten war, sollte immerwas unergründliches, ungesagtes, neues bedeuten,jedes Wort in ihr sollte emphatisch seyn; und sozwang man durch sinnlose Verschönerung hinein,wofür Zeit, Nation, Gelegenheit, Zweck, Zusam-menhang, Strophe, Poesie zurückschaudern.

Zehnter Brief.

Ich dachte wohl, daß Ihnen einiges im Schlußmeines letzten Briefes auffallend seyn würde; Siezu besänftigen, will ich also nichts weiter gesagtbaden, als daß man doch wenigstens Sylbenmaaßein fremden Sprachen wählen müßte, die den Pa-rallelismus der ebräischen Poesie nicht verwirren,sondern ebnen und schlichten, die ihm freundlichdienen, und einen sanften, gefälligen Eingang inunser Ohr geben. Jetzt zum Inhalt der Psalmen.

Ich weiß Ihnen keinen bessern Schlüssel zuihm zu geben, als die vortreffliche Vorrede Lutherszu diesem, seinem Lieblingsbuche. Ec wird Ihnensagen, was Sic in ihm haben, wie Sie's anwen»den und brauchen sollen. Ein Magazin solcher Artmuß uns durch einzelne Vorfälle im Leben erst rechtvertraut und brauchbar werden. In ähnlichen Um-ständen und Gemüthssassungen erheben sich solcheLieder gleichsam aus ihrer Asche hervor, sie werdenuns naher und traulicher, ihr Geist besucht uns intreffenden Sprüchen, wir hören süßen G.sang der