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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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noch wissen wir, daß die pocsicreichsten SprachenEuropa's, Italiens, Spaniens, Galliens Sprache,Sylben zählen, aber nicht messen, daß sie aufden lebendigen Klang des Verses und der Strophe,nicht aber auf die grammatische Quantität jederSylbe horchen, und sie dennoch dem feinsten Ge-sänge vermählen. In die deutsche Sprache ist ei-gentliche Prosodie und Quantität der Sylben nurdurch Qpitz gekommen, und wie lange hatte Deutsch-land vorher Gesänge und Gedichte! Es ist alsoauch in diesem Betracht vergebliche und widersinnigeArbeit, eine fremde Prosodie, die kaum hundertJahre alt, die als eine Buchstabenkunst, für ge-druckte Gedichte erfunden ist, der uraltesten eis-grauen Poesie der Erde aufzudringen, und sie dar-nach zu zcrreissen. Keine freie poetische Nation,wie sehr sie in Liedern lebe, wie treffliche poetischeStücke, wie rührende, passende Melodien sie ha-be, weiß noch jetzt etwas von diesem Kunstbauder Grammatik; und das älteste Volk dieserArt, dazu von einer so kurzen, bildcrvollcn, feuri-gen, gleichsam ganz und gar hieroglyphischen Sprachesollt's gewußt haben? Ehorgesang, Affekt und Pa-rallelismus sind's, die ihren Sylben - und Vers-bau beleben.

Sie schließen leicht, daß ich die Mühe dererbeklage, die ihre erkünstelte ebräische Prosodie, dasFigment ihrer Phantasie, gar unserer Sprache inUebcrfetzungcn aufdringen, und gern Sylbenach Sylbe verzählen mochten, wo wahrlich (aufsgelindeste zu reden) der Geist längst dahin ist, unddie tobte Asche zermalmter Sylben dalieqt. Auchdünkt mich's eben so fremde, wenn Psalmen in