das Studium der Theologie bctr. 12Z
kühnste Bruch des Splbenmaaßes, der stärksteKampf der Worte war. Da geschah es, was unserdeutscher Rousseau singet:
-Es horchten auf die Lieder
Die Kinder Korah. Assaph stand,
Und staunt' und warf den'Psalter nieder,
Den hohen Psalter und empfand.
Oder wie Drydcn von Erfindung des ersten In-struments singet :
lVben snbal struolc ilio oorilsä, sleell,
81s lisr'iiiiig bretliron siooä srounä.
i^onä'ring on tlieir kaoes keilDo worsliip tlini eelsstial soninl;
I.ess tlisir n 6oä, ibo/ rlrouZdl:, diiere conlänot clwell
Witbiri ilro liollo^v ok iliat sleell,
Ddai sxolee so sevooil^ aiiä so w ell.
Bei der arabischen Poesie ist bekanntermaßen daseigentlich prosodische Sylbenmaas spat entstanden.Das feine Ohr der Griechen bildete es bald aus,indessen ist's noch offenbar, was sich in Homer, ober gleich durch so viele grammatische Hände gegan-gen ist, noch für Freiheiten finden. Die Römernahmen ihre künstlichen Sylbenmaaße von den Grie-chen , weil sie selbst — keine hatten, ob ihnengleich alte Lieder nicht fehlten, und daß alle euro-päischen Nationen die eigentliche Prosodie sehr spätbekommen haben, ist klar aus der Geschichte. DenItalienern schufen sie erst Dante und Petrarka ausden Provcnzalen an; die Provenzalen haben siewahrscheinlich von Len Arabern sich zugebildet, und