das Studium der Theologie betr. rr 5
den so genannten „heiligen Schriften" über.Sie sind im heilige» Geist, d. i. nach dem Aus-druck der Juden mit ruhigerer Gottesweisheit ge-schrieben ; der Trieb der Propheten war oft BrunstGottes , starke Begeisterung, und Moses mit feinemUrgesetz, mit seiner poesiereichen Urgeschichte stehtin der tiefer» Ferne, als der geheime Freund Got-tes, der verkrame Mittler seines Volkes. Sie wis- -sen jene Vergleichung der Juden, da ihnen dasGesetz MoseS das Allerheiligste, die Propheten dasHeilige, die andern heiligen Schriften der innereVorhof scheinen. Die apokryphlschen Schriften moch-ten sonach der Heyden - Vorhof genannt werden,bis das N. T. einen neuen, geistigen Bau begin-net. Ich habe mich schon erklärt, daß ich hier vonden Graden, oder der Art der Eingebung nicht re-de; indeß, dem Inhalt dieser Schriften zufolge,haben die Juden, dünkt mich, mit dieser Einthci-lung und Benennung nicht so ganz unrecht. DasGesetz Moses war die Grundlage ihrer Verfas-sung und ihres Gottesdienstes: die Prophe-ten , die Forlführer und Erklärer desselben, sindgleichsam die Wände des Gebäudes; die hei-ligen Schriften sind die inwendige Zier, der kost-bare, nützliche Hausrath. In einigen dieserBücher ist eine Summe von Goldkornern und Gold-stücken der Weisheit, Zucht und schönsten prakti-schen Erkenntniß.
Das Buch der Psalmen fängt an. Daßes von verschiedenen Verfassern, in mancherlei Zei-ten, Gesangartcn und Situationen sey, darf ich
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