rer Zeit vorzüglich getrieben; der einzige JesaiaShat eine ganze Reihe gelehrter Männer *) beschäf-tiget, und der Fleiß einiger derselben**) hat sichüber mehrere Propheten verbreitet. Bei so vielenAnlockungen und zum Theil neuen Hülfsmittelnwäre cs Trägheit, nicht mit zu gehen, nicht mitzu wollen-
Das beste Lesen der Propheten ist, wennman eine Zeitlang jeden allein und nicht alle inder Reihe fortlieset, weil man sich sodann allmäh-lich naher mit seinem Geist, mit seiner Geschichteund Sprache bekannt macht, und gleichsam in ihmwohnet. Die Gattung von Kommentatoren undLesern der Bibel, die kapitelwcise Buch-aus , Buch - ein lesen und commentircn,
kommen selten in den inner» Idiotismus EinesSchriftstellers, den ich mir immer als Heiligthum,nicht als Heerstraße denke. Da diese Männer sichso genau auf die Zeiten beziehen, in denen jederlebte, aus denen sie gleichsam sproßten, ohne diesie unverständlich, oder, was oft noch ärger ist,halb verstanden werden: da jeder seine eigene Arthat, Sachen zu sehen, Bilder zu mahlen, sich inkünftige Zeiten zu setzen, und das, was noch nicht
*) Michaelis, Lowth, Dödertein, Koppe,Dathe, Struensee u. a.
Michaelis, Dödertein in seiner Ausgabedes Grotius, Dathe und Struensee in Ue-bersetzungen, Schnur rer in einigen Disserta-tionen u> a.