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Briefe,
und von Zug zu Zug so weiblich sey in Be-schreibung der Gefahr, der Noch, des Sieges, desDanks,^dcs Ausgangs, des Hohnes!
Achter Brief.
Sie haben Recht, das ganze Buch derRichter (oder vielmehr der Befreier, der Hel-den) enthalt poetische Zeiten. Unsicher zwar, oftzerrüttet und grausam; zugleich aber lebte die ersteMachtsprosse des Volks damals, das sich noch nichtlang in's schöne Land gesetzt hatte, und dem seinfreies Ruheleben unter Hütte und Weinstock süßschmeckte. Gefährliche Zeiten erwecken immer auchwagende Seelen, die Noch des Volks weckt einenHelden, der vor sie trete: und so zog hier der
Geist des Nationalgottes Jehovah Einen nach demandern mit Kraft an. Ihr unternehmender Geisttheilt sich auch der Beschreibung mit, und die Ge-schichte Gideons, Jephthah, Simsons mit ihrenErscheinungen, Proben, Träumen, Gelübden, Aben-lheuern, Näthseln werden einem jugendlichen Leserwie die Geschichte eines Jugendtraums dünken.Die Fabel Jorhams ist, als heroische Fabel, zuihrem Zweck betrachtet, die schönste, die je gemachtward, und man siehet aus der Wirkung, die siethat, daß ihre Sprache an's Herz gieng, und also
ver-