Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

das Studium der Theologie bet r. g5

Die Weisen ihrer Frauen antworteten ihr:

Und sie auch kehrte das Wort um zu sich^selbst:Wie? sollen sie denn nicht Beute finden und. theilen?

Eine Jungfrau, zwo Jungfrauen für EinenMann;

Farbige Kleider für Sißra,

Farbige Kleider und Goldgestick,

Bunter, doppelt gestickter Halsschmuck,

Alles für Sissera Beute"-

Der Spott ist bitter; im Munde der Deborah woll-te er aber auch nicht süß seyn. Die Feinde kamenzu rauben, und so konnte man sie doch höhnen,daß sie so wenig erlangt haben ? Deborah, als Weib,nimmt sich insonderheit der weiblichen Beute an.Die Mädchen selbst und ihre kostbarsten Kleiderhatten in Feindes Hände gesollt: darauf freueten

sich jene, die Beute theilten sic schon unter sichund ihre Weiber. Diese, des Sieges ihrer Män-ner gewiß, legen selbst das Ausbleiben derselbendarauf aus; und so webt Deborah das Gesprächder weisen Gesellschafterinnen der Fürstin ein, wiesie sich so bald trösten läßt, und bald selbst ihreHoffnungen crwiedert; Hoffnungen, die, da manden Ausgang weiß, so betrogen, so schimpflichtönen

So kommen um all' deine Feinde, Jehovah!

Und die ihn lieben, seyn wie der Sonne Aufgang,

In ihrer Jugendkraft! ^

Finden Sie mir einen Gesang, der diesem beikom-me, unter solchem Volk, in solchem Zeitalter! derso heldenmäßig, und so genau, so schwungvoll.