3c> Briefe,
Daß bei Sebulon vom Handel die Rede sey, istunlaugbar; cs steht aber nicht, daß er selbst han-deln, oder auf's Meer ausziehen sollte. Die Aus-gange V. r8. sind Ausgange aus der Hütte, wieder Gegensatz mit Jsaschar zeiget; und sagen, Se-bulon werde seine Nachbarschaft mit Sidon und derKüste des Handels nutzen; durch mancherlei Betrieb-samkeit ausser seinem Hause, werde er an ihrenSchätzen, auch den Kostbarkeiten fremder NationenTheil nehmen, mit diesen selbst, als den Handcls-freundcn Sidons, bekannt werden, und da dieStamme nach Moses den nachbarlichen Thabor zumBerge des Herrn ausrufen sollten, rechtmäßige Opferda, und da allein zu opfern: so würden auch diese,ihre Brüdcrstamme an den Kostbarkeiten des LandesAntheil nehmen. Sebulon ist, nach dem WinkeJacobs, an die Seite Sidons gelehnt; nach demBilde Moses, ein Kind an seiner Seile, das denZufluß des Meeres sauget, Schatze , die es nichtselbst holet, aber die ihm durch Sidon, seiner Nach-barschaft und Betriebsamkeit wegen mit zufließen.Auch das hier besonders genannte Glas, damalsein Rcichthum von Goldes Wcrthe, war nicht cin-gcbrachte, sondern auszuführende phönicische Waare.Man sieht auch aus diesem Segen, wie wenig Mo-ses ein tyrannischer Pedant war, die Juden vonallem, was nicht Jude war, blind zu sondern.Sebulon sollte die Nachbarschaft Sidons genießen,und durch ihn und durch die Nachbarschaft des Tha-bors auch die gesummten Stamme des Landes?) —_ Jsa-
*) S. vom Geist der ebräischen Poesie, Th. 2. n.
Ausg» S» 2ir. ff.