Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

das Studium der Theologie b e tr. 77

men mußte. Der Segen ist in dieser Verbindungsehr bescheiden, samilienmäßig und ernstlich.

Zu Benjamin sprach er:

Des Herrn Geliebter, er wird sicher wohnen,Es decket ihn der HocherhabeneDen ganzen Lag,

Und läßt ihn ruhen zwischen seinen Flügeln,

Sie sehen, daß ich in der zweiten Zeile mit demgriechischen Ucbcrsetzcr statt des zweiten »nis-

sigen lese; denn sonst paßt keine der drei Zei-len zu einander. Wie der alte Jacob dort seinem

jüngsten Sohne, von dem er sich ungern schied,Sicherheit und Schutz Gottes auf seinenWeg nach Aegypten wünschte, und Judah densel-ben seinem Vater so theuer verbürgte; so hier deralte Moses bei dem Zuge desselben in's Land derVerheißung. Das Bild des Hocherhabenen, derihn bedeckt, ist von der mitziehenden Wolke Gottes,oder vielmehr von dem Adler, der über seinen Jun-gen schwebet, ( 5 Mos. 32 , ri.) einem Licblings-bilde Moses, hcrgenommen. Zwischen seinenSchultern, heißt also auf seinem Rücken, zwi-schen seinen Flügeln, abermals nach dem Bilde Mo-ses an mehr als Einer Stelle. Ein schönes Ge-mälde, liebreich und zart empfunden, das aber sehrverkannt worden.

Zu Joseph sprach er:

Gesegnet von Jehovah sey sein Land,

Mit schönen Gaben der Himmel von oben/)

*) Ich lese ^ statt ^ v

nach dem Segen Ja-

. 27 »