das Studium der Theologie bet r. 71
des giebt ec dem Joseph mit Wucher: denn stattKorns und Weins die Fülle, giebt er ihm Ueber-fluß an der besten, Vermenschlichen, müt-terlichen Fruchtbarkeit, glücklich zu empfan-gen und gesund zu tränken. Ja noch nicht genü-get, holt Jacob neue Kräfte, nimmt alle Reize deralten Welt, Gewürze und Früchte der paradiesischenBerge, jener ewigen Hügel der Vorzeit, die damalswahrscheinlich im Andenken lebten, als eine Zeit,als eine Welt von Köstlichkeiten, die nicht mehrsey —- alle nimmt er zusammen, und führet siein ihrem duftreichen Kranze auf Josephs Haupt,der hier sn seinem ägyptischen Schmucke als Kroiren-trager da steht, und diesen Kranz aus allen Kost-barkeiten der Vorwelt auch so vorzüglich verdiente.Daß dies der Sinn der Weissagung sey, bezeugttheils der Parallelismus , theils die Lesart der mei-sten alten Uebersetzungenam meisten auch der Se-gen Moses, der diese Worte gerade so verstehet undanwendet.*) —- Ich darf nicht Verzeihung fordern,daß ich so ausführlich erkläre : denn der Enthusias-mus des Segens in seinem schönen wachsendenSchwünge wird Sie fortreissen, wie er mich fort-gerissen hat. Benjamins Spruch ist kurz; seinCharakter ist Wolsesart und braucht nicht vielWorte:
Benjamin, ein Wolf, er raubet früh,
Und zehrt den Raub, und theilt noch Abends Beute..
*) Man vergl. in Ansehung einiger Lokalumstandeden 2. LH. vom Geiste der ebraischen Poesie, S.20b-g. N. Ausg. igb-ig 6 .