das Studium der Theologie betr. 69
Ich kenne nichts, das über den Schwung diesesSegens gicnge, den Moses in dem seinigen selbstnachahmet, und nicht zu übertreffen vermag. Jo-seph steht als ein.Beneideter und Verfolgter da,unter dem Haufen seiner Brüder, sie Haffen ihn,schießen auf ihn bittere Pfeile; Er, der Eine gegenWiele, steht fest, seines Bogens Senne bleibt stark,seine Hand leicht, sein Arm mächtig und beweg-lich. Kann ein treffenderes Bild von bittcrnSchicksalen in jungen Jahren des Lebens, nochmehr von Schicksalen durch Neid, Haß und Ver-folgung dcr Brüder gefunden werden? Sie ver-wandeln Spiel in Streit, Viele rüsten sich gegenEinen, der alle besteht. — Und durch wen bestehter alle? hier kommt Jacob auf die Geschichte sei-nes eigenen Lebens. Er hat gerungen mit demMächtigen, der ihm den Namen Israel gab : dieser,der starke G 0tt Ia co b s , hat Joseph gestär-ket: der gütige Gott Jacobs, der dort über demnackten Stein wachte, als auch Er verfolgt, alleinund in dcr Fremde seyn mußte, war der Schutzgottseines Sohnes in ähnlichen Umständen der Ver-lafsung, Einsamkeit und Fremde. Geht etwas überdas Nahe und Väterliche dcr Bilder? Und unge-zweifelt ist dies der Sinn derselben. Als Moses inseinem Segen an diese Worte k,ommt, verwandeltec „den Hirten, den Schutzg 0 tt auf demStein Israels," in den Gott, der ihm imBusch erschienen; er Verstandes also, wie wir'sverstehen. Jacob und Moses geben dem wohlthatig-sten der Stämme allen Segen, mit dem ihnenGott selbst erschienen war, und sich ihnen gcoffen-bart hatte. Daß der Gott, dcr sich dem Jacob