das Studium der Theologie bet r. 67
lichcn Vorzüge; wiewohl ich der Schönheit des an-dern Bildes wegen fast wünschte, daß man nur dasdamit reimen könnte. — Es folgt auf viele
kleine Sterne ein schöner glanzender Abendstern,Joseph; nur er ist den Hüllen der Worte nach hieund da noch mit Wolken überzogen.
Der Zweig einer fruchtbar'» (Mutter) ist Joseph,Der Zweig einer Fruchtbar'» über der Quelle,Seine jungen Sprossen schießen die Mauer hinauf.
So hatte ich Lust, statt der gewöhnlichen Lesart,die weder grammatischen noch geistigen Zusammen-hang hat oder giebt, meistens mit dem Samarita-ner und Araber zu lesen, so daß ich in der erstenZeile gern das Andenken der Mutter Josephs, dergeliebten Rahel, beibehielte. Sie wird einem Wein-stock verglichen (ein gewöhnliches Bild der weibli-chen Fruchtbarkeit Ps. 128, 3 . u. a.) der nebender Quelle steht; sic hat ihrem Vater zwar nichtviele Söhne, aber mit dem Einen Joseph, ihremFruchtzweigc, viel geboren, dessen junge Zweige,Jakobs Enkel, die Mauer hincknschießen , wie fröh-liche Reben.*)
*) Wie schön das Bild ist, sehen Sie selbst; auchist's ganz morgenlandisch und ebräisch. Ps. 128,3 . steht der weibliche mütterliche Weinstock auchan einer Wand und schießt fröhliche Reben, unddaß das vor sich vorzüglich auf die Wein-rebenwand passe, hat Schüttens bewiesen. MitEinem Bilde werden also Mutter, Sohn und( , . E 2