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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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60
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Briefe,

Ein junger Löw' ist Jhudah,

Vom Raube, Sohn, bist du empor gestiegen.

Er wirst sich, streckr sich nieder, wie ein Löwe,Wie ein mächt'ger Löwe, wer reizt ihn auf?

Nie wird der Führerstab vom Judah weichen,Nie weicht der Königßstab von seinen Zügen,Wis daß da komme

Und Völker sich ihm willig unterwerfen.

Dann bindet er sein Füllen an den Weinstock,

An edle Reben seiner Es'lin Sohn.

Und wascht sein Kleid in Wein,

Im Blut der Trauben sein Gewand.

Seine Augen glühn von Wein,

Seine Zähne glänzen Milch.

Wollen Sie den schönsten Kommentar dieser Wortelesen, so ist's Jesaias. Er war selbst aus Judah,ein königlicher Prophet. Er kleidet seinen Messias,den Sohn Davids, in alle Pracht seines Ahnherrnund Stammvaters, als König, als Löwen, alsSieger, als Friedcsürsten, als Triumphircr im röth-lichen wcingewaschenen Kleide, mit der sanftenSprache reiner Unschuld und Milde. Die ganzeManier Jesaias ist gleichsam in diesen Bildern.Ein königlicher Löwe in Weissagung und Schreib-art. David, der erste und mächtigste König ausJudah war's in Thaten; der Messias als der größc-ste Sohn Judah ist's hier als Ideal.

Doch ich verweile fast zu lange bei diesem,dem ersten Stück des Ausschlusses im Segen Ja-kobs , aus dem Charakter seiner Söhne; ichkomme auf die zweite Bemerkung, die ich hinzu