das Studium der Theologie bet r. ü L
und lebend ward ihm jetzt die künftige Geschichteihres Geschlechts, in dem ihm verheißenen Lande.Beschämt sehe ich Rüben dastehen, einen Mannvon Kraft und Würde? er hat aber die Krone sei-nes Vorzugs dahin geworfen : cntkrönet steht er daund bekommt kein Erbtheil des Erstgebornen. Fun-kelnd im Auge, mit gehaltener, verborgener Rachesehe ich Simeon und Levi; ihre Blutthar kommtvor's Angesicht des Vaters; der Sicherheit wegenwerden sic zertheilt. So stehet der königliche LöweJuda, der sich ruhig umher schauende Jsaschar,der gewandte Dan, der rüstige Gab, Naphthali,die schöne Terebinthe, und der liebevolle, mit allerStarke seines Vaters, mit allen Reizen seiner Mut-ter bekleidete Joseph. Die gute Folge seiner Prü-fungen ist auf ihm; das ägyptische Diadem kröntsein Haupt, er steht als Kronentragcr unter seinenBrüdern, auch in seinem künftigen Erbtheil. ESist unbeschreiblich, wie mit dieser so naturvollcnDeutung*) jedes Wort, jede Wendung Jakobs einetreffende Wahrheit wird, da sonst in der Ferne allessich im prophetischen Nebel verlieret. Die Frucht-barkeit Josephs, sein Reichtbum, sein Ansehen vorund unter Fremden; in welchem Bilde konnten
*) Die Lokalumstände des Landes, das Jakob seinenSöhnen anweiset, habe ich im zweiten Theilevom Geist der ebräischen Poesie S. 187-209.(R. Ausg. S. 172->gg.) aus einander gesetzt,und den Segen des Patriarchen als eine Land-eharre Kanaans entwickelt; hier zeige ichauf das Charaktergemälde seiner Söhne.