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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

vor den Augen und Ohren der Nation, sie warZweck des Zuges aus Aegypten , und Grund zu denWundern aller folgenden Züge; ist sie also festge-stellt, so ist's das Vorhergehende, das Nachfolgendeauch. Und gerade sic ist's am meisten, die Gesetzesind auf sie gegründet, sie mit ihnen verwebt, aufsie wird sich immer bezogen, und am feierlichstenbezieht sich Moses auf sie am Ende seines Lebens.Ec laßt sie, und das Wunder der Ausführung,nebst den andern Wohlthaten Gottes, seinen Ge-setzen zum ewigen Siegel. Ich weiß, mein Freund,wie oft in Sachen der Art der Schluß vom mora-lisch G u t e n auf's h is to ri s ch Wa h r e, und wasnoch vielmehr ist, auf's historisch Gewisseund Sichere übereilt und verschwendet wird; michdünkt aber, hier wird er's nicht. Ich schließe nem-lich nicht von der Erzählung der Wunder aufdie Gesetzgebung, sondern von der Gesetzge-bung und dem durchaus, bis an seinen letztenOchem, so treflichcn Charakter Moses auf die mitder Gesetzgebung engvcrwebte Geschichte. Ichsehe nicht, wie beide zu trennen sind, ohne denText zu zerreissen, seinen so ausserordentlichen in-nigen Zusammenhang zu zerstören, und den Geist,wie dieser, so der vorigen und folgenden Geschichtedes Volks allgemein Lügen zu strafen. Undmich dünkt, dazu haben wir nicht Grund, wennauch Moses selbst die Geschichte nicht geschriebenhatte, und sie auch nicht zu seiner Zeit verfaßtwäre. Aus Aufsätzen seiner Zeit ist sie gewiß ver-fasset: das zeigt ihr Anblick, ihre nach Zeitlaustenzerfallende, mit einzelnen Gesetzen abwechselnde frag-

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