das Studium der Theologie betr. 47
dieses Volks so umgieng, der den Stammvater des-selben eben zu Zwecken, die jetzt erfüllt und beschrie-ben werden, aus dem fernen, hohem Asien holte,Er, der das Volk so wundcrber nach Aegyptenbrachte, und zu einer neuen Republik bilden woll-te; Er konnte, und mußte vielleicht, cs auf diesewunderbare Weise allein dazu bilden. Wun-derbar und doch höchst natürlich bekam cs seinenBefreier: wunderbar war die Ausführung, dennsie sollte dem harten, unbändigen Volke der erste,mächtige Eindruck, „daß Gort für Israel streite!"bleiben: wunderbar und auf's höchste majestätischwar die Gesetzgebung, und so viele Wohlthalcn derReise; alle und jede aber sind ihrem Orte, ihrerZeit, dem großen Zwecke, daß ein rohes, unge-horsames Volk, in dieser Wüste, und Abgeschlos-senheit zwischen lauter feindlichen Nationen, wieim Tceibhause, wie in einer Zuchtschule des Got-tes Jehovah, seine Sitten und Satzungen anneh-men, sich zu einem neuen Volke Palästinas berei-ten sollte — Alle sind diesem Zwecke so angemessenund dienend, daß sic auf ihrer Stelle zur höchstenNatur werden. Die Schicksale eines Volks in ver-schiedenen Zeitaltern seiner Bildung sind immer auchverschieden, und wenn Gott vom Anfänge her undnicht jetzt erst sich einmal mit diesem Volk beschäf-tigte , so mußte er seinen Augen, seiner Fassungs-kraft gemäß handeln; sonach sehe ich nichts unge-reimtes im Kleinen und Größten, damals undaus der Stelle-Zudem sind Gesetze und Ge-
schichte untereinander und miteinanderverwebt, insonderheit das Wunder der Wunder,die sinaitische Gesetzgebung. Sie geschah