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Briefe,
nicht das Hauptstück dieser Bucker, die Urkun-den der mosaischen Gesetzgebung. Fürdiese bürgt eben ihre treue Einzclnheit, ihre simplefragmentarische Gestalt, wie sie nach und nach ent-standen, so bcigelegt, und gerichtlich gleichsam be»urkundet sind. Keine Hand wagte es, an dieseUebcrblcibsel des Mannes Gottes zu tasten, sie auchnur in andere Ordnung zu bringen, oder in eineandere Gestalt zu reihen, als ihnen die Umstandeihrer Entstehung gegeben hatten. Mich dünkt, dieseoriginelle Armut h und Unordnung ist das größesteSiegel der Aechtheit jedes Stücks auf seiner Stelle.Lernen Sie Mosen zuerst in diesem Gesichtspunkt,als Gesetzgeber, sehen, und lesen seine Geschichtezuförderst nur als Erläuterung dazu: so wird Ihnenschon der Umfang und Adel seines Geistes, seinefast übermenschliche Geduld, Starke und Würdeerscheinen. Ware nichts wahr von seinen Wundernoder seiner göttlichen Sendung: wäre alles nur poe-tische Ausschmückung späterer Zeiten zu einer längstverlebten, an sich schon wunderbaren Geschichte derBäter; so wird das Studium seiner Gesetze undGesinnungen, seiner Zwecke und FührungIhnen einen Mann verstellen, der Lykurg und So-len übertrifft, und gewissermaßen die Grundsteinezum Bau der reinen Vernunft und menschenfreund-lichen Gesetzgebung gelegt hat, an dem nachher dieaufgeklärtesten Völker weiter fortgcbauet haben. Nurfreilich baute er noch keinen Pallast-Tempel vonGesetzgebung, sondern eine Stiftshütte, die kleinund altväterisch verborgen, aber reich und so vollvon Absichten war, als vielleicht nie ein Tempelvon Staatsvcrfaffung cs gewesen.