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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

licnstücke Muster. So viel Er h a ben e s und wirk-lich Poetisches in den Reden Gottes, in denHandlungen und Segnungen der Väter, oft imbloße» Stillschweigen und in der leichten Art aus-gedruckt ist, wie die schwerste Sache geübt und er-zählt wird; so wenig ist alles dies gesucht oder er-borgt und künstlich. Ich kenne nichts Edleres, alsdie Art, wie Gott zu Abraham spricht, und dieserihm folget, als die Gesichter, die er stehet, als seinGespräch mit Melchisedek und dem Richter Sodoms.Wie prächtig-wilde dagegen ist Jsmaels erstesAbenteuer der Kindheit, jene Weissagung des En-gels über ihn in der Wüste, die auch der Erzäh-lung, dem Ort in der Scene, wie seinem Charak-ter und Schicksal so gemäß sind! Fürchterlich-eilend ist der Untergang Sodoms , schweigend-erhaben die Hingabe Isaaks, süß-geschwätzigdie Freierei der Rebecca, furchtsam die ZügeIsaaks, und süßduftend sein ländlicher väterli-cher Segen. Wie geheim und heilig wiederumist Jakobs Gesicht des cröffneten Himmels, desihm so nahen Gottes seiner Väter, wie bitter-süß und angenehm-mühselig die Beschrei-bung seines Dienstes bei Laban, gleichsam heroisch-nächtlich sein Kampf mit dem Unbekannten, undendlich über alle Maaße gewandt und biegsamdie verschlungene Geschichte Josephs. VersuchenSie's, verändern Sie auch in den sanften Zügen,in den erscheinenden Nachlässigkeiten und Wiederho-lungen nur Etwas: kleiden Sie die poetischen Zügeetwa in hölzerne Verse nach unserer Art, oder über-laden gar die, simpelste Geschichte der Welt, derenganze Natrlr in dieser Einfalt wohnet, mit er-