das Studium der Theologie betr. 41.
dichteten Schönheiten, so daß das StillschweigenRede, der Hirt ein Held in Worten, und die armeFamilienscenc der reichste, fremdeste epische Kramsey; sogleich wird Alles beinahe abscheulich, Naturund Wahrheit sind verloren. Schon zum Lesen die-ser Bücher gehört Ruhe, eine Art sanfter Mor-genstille, und am besten kindliche, jugend-liche Einfalt. Es ist sonderbar, wie gerneKinder etwas in solchem Tone lesen oder hören,daher sie auch diese Geschichte so gerne lesen undbehalten. Luther sagt von sich, er habe als Mönchnicht begreifen können, was Gott mit diesem häus-lichen Geschwätz in seiner Bibel wolle und habe?als er Ehemann und Vater wurde, lernte cr's be-greifen , und commcntirte das erste Buch Mosesfast bis an den Tag seines Todes. Staatsleutc,bloße Gelehrte und Bücherkrämer oder gar üppige,verdorbene Gemüther irren sich noch immer an die-sem Buch und haben zum Theil vielen Unsinn dar-auf gehäufet; ich freue mich, daß Sie in dieserZahl nicht sind. Lesen Sie also auch dieses, wiealle biblische Bücher, am liebsten ohne gelehrteCommentare, und suchen nur bei Schwierigkeitenund unverstandenen Stellen Verständnis. Der besteEommentar ist, wenn Sie in Reiseb e schrei-bungcn des Orients das Leben der Sceni-ten, ihre Sitten und Gebräuche lesen, und vonihnen in diese so altern Zeiten der Unschuld undStärke hinauf schließen. Jerusalems Betrach-tungen und mosaischen Briefe, auch De-ll an y's Abhandlungen*) über einzelne Punkte
*) I^evalutlon exgmin'll veitle tlanllour. Vol. i.
Das Buch ist auch deutsch übersetzt.