das Studium der Theologie betr. 35
plicität, Genauigkeit und philosophischen Wahrheitmit diesen, wie schmal und echomäßig sie sind, immindesten zu vergleichen wäre. Das Bild derSchöpfung fangt an, (Kap. i. bis Kap. 2 , 3.)ein der Kindheit des Menschengeschlechts und gleich-sam seinem ersten Erwachen in die WeltGottes, dazu seinen frühesten Bedürfnissenüber Ordnung, Einrheilung der Zeit,Arbeit und Ruhe, über die edelsten und zu-gleich simpelsten Begriffe und Pflichten sei-ner Erdbestimmung so angemessenes, wohlge-ordnetes, unzertrennliches Ganze, daß ich mir überdiesen „Schild des Achilles voll lebendiger Schöp-fung" beinahe nichts zu denken vermag an Ur-sprünglichkeit und Einfalt. Daß es einLied sey, höre ich nicht; daß es aber keine scicnli-sische Kosmogonie, sondern ein natürlicher ersterAnblick des Weltalls sey — vielleicht wird man diesjetzt dem beredten und angesehenen Verfasser derBetrachtungen über die vornehmstenWahrheiten der Religion*) glauben, daman's einem altern Schriftsteller nicht hat glaubenwollen. Daß Moses dies Stück aus ägyptischenIdeen gezogen, wie der erst erwähnte Verf. derBetrachtungen meinet**), will mir nicht zuSinne: die Ideen und Worte, die ägyptisch schei-nen, sind mehreren Nationen gemein, und scheinenvielleicht gar Uridcen, UrWorte zu seyn, diebei mehreren Völkern aus Einer Quelle flössen.
LH. 2 . St. h. Braunschwelg 7 g. Abschn. 3,
**) Abschn. 3. St. h.
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