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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie bet r. 33

zeihung nicht immer nöthig machte, gehört Danielnicht unter sie, ob er gleich in dem Verstände, wiewir das Wort Prophet nehmen , cs im vorzüglichenGrade ist, beinahe ganz und gar ein Seher derZukunft. Jene Propheten standen unter demGesetz Moses, sie waren gleichsam der Munddesselben für diese Stelle und Zeitver-bindung, sie konnten und mußten nach demsel-ben geprüft werden, und waren mehr oder minderDemagogen im Staat, mit dessen Umstandensie auch genau zusammen gehören. Kurz, sie sindgleichsam der sprechende, aihm ende Geistder vorhergehenden Geschichte. AlleBücher endlich, die in diese zwo Classen nicht ge-hörten, oder die klein, spater bekannt oder spatergeschrieben waren, wurden als Beilagen undzum Thcil als B eu r k u nd un g und Fortsetzungder vorigen Geschichte unter dem Namen hei-liger Schriften, hinzugethan, und man flehetin ihnen zum Theil die Sorgfalt, nichts unterge-hen zu lassen. In diesen Gesichtspunkt müssen wirtreten, wenn wir den Unterschied, oder dieOrdnung der Bücher an Stelle und Ort be-trachten wollen-

Die Bücher Moses fangen von alten Er-zählungen an, bei denen es der Inhalt und Ton,die Farbe ihrer Erzählung, ihr Abgebrochenes, ihrWechselndes, selbst mit dem göttlichen Namen,kurz, ihre ganze fragmentarische Zusam-menordnung zeigt, daß Moses sie nicht erson-nen , oder durch Gabriel aus den Wolken empfan-gen, sondern daß er aus altern Traditionen oderHerders Werke;. Net. u.Tbeol. IX. C