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das Studium der Theologie bet r. 33
zeihung nicht immer nöthig machte, gehört Danielnicht unter sie, ob er gleich in dem Verstände, wiewir das Wort Prophet nehmen , cs im vorzüglichenGrade ist, beinahe ganz und gar ein Seher derZukunft. Jene Propheten standen unter demGesetz Moses, sie waren gleichsam der Munddesselben für diese Stelle und Zeitver-bindung, sie konnten und mußten nach demsel-ben geprüft werden, und waren mehr oder minderDemagogen im Staat, mit dessen Umstandensie auch genau zusammen gehören. Kurz, sie sindgleichsam der sprechende, aihm ende Geistder vorhergehenden Geschichte. — AlleBücher endlich, die in diese zwo Classen nicht ge-hörten, oder die klein, spater bekannt oder spatergeschrieben waren, wurden als Beilagen undzum Thcil als B eu r k u nd un g und Fortsetzungder vorigen Geschichte unter dem Namen hei-liger Schriften, hinzugethan, und man flehetin ihnen zum Theil die Sorgfalt, nichts unterge-hen zu lassen. In diesen Gesichtspunkt müssen wirtreten, wenn wir den Unterschied, oder dieOrdnung der Bücher an Stelle und Ort be-trachten wollen-
Die Bücher Moses fangen von alten Er-zählungen an, bei denen es der Inhalt und Ton,die Farbe ihrer Erzählung, ihr Abgebrochenes, ihrWechselndes, selbst mit dem göttlichen Namen,kurz, ihre ganze fragmentarische Zusam-menordnung zeigt, daß Moses sie nicht erson-nen , oder durch Gabriel aus den Wolken empfan-gen, sondern daß er aus altern Traditionen oderHerders Werke;. Net. u.Tbeol. IX. C