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Briefe,
Ich fange von keinem begeisternden Ausrufan. Meine Liebe zu Ihnen soll mich begeistern,und Ihr Andenken an mich mache diese Blatter zueiner Muse, die Ihnen bei'm stillen Lesen der älte-sten und ehrwürdigsten Schriften der Welt als Freun-din beisteht, und einige vertrauliche Lehre zulispclt.
Aus den Händen der Ebräer haben wirdiese reiche Sammlung von Büchern bekommen,und mich dünkt, ihnen sollten wir auch in Eiri-ll) eil ung derselben folgen. Nicht als ob ichvon Graden und Unterschieden der Inspiration re-de , um die wir uns jetzt noch nicht bekümmern;sondern weil ihre Einthcilung in Gesetz, Pro-pheten und heilige Schriften Winke gicbt,Iheils wie und wann diese Bücher verfaßt sind?theils wofür sic bei dem Volk, dem sie anvertcauetwaren, zuerst gegolten? Das Gesetz Mosiswar der Stamm ihrer Gesetzgebung undReligion; dies und die älteste Geschichte ihres Volkswar in seinen Büchern enthalten. Die früherenPropheten, (die Bücher von Josua bis zu denKönigen) sind eine Fortsetzung dieser Geschichte undheißen also, weil (und ohne Zweifel mit Grundund Recht) geglaubt ward, daß Propheten dieseGeschichte gesammlet und der Geschichte Mosesnachgeordnet haben. Die späteren Prophetensind die, die wir Propheten nennen, Daniel aus-genommen. Sie galten als Erklärer des WillensGottes, als Anwender des Gesetzes Mosesauf einzelne Fälle des Staats, auf Zei-ten und Situationen. Abermals mit Recht,denn in diesem Sinn , der die eigentliche Prophe-
zeihung