das Studium der Theologie bekr. ,7
schallet aus dem Munde Eines, der Gott betrügenwollte, der mit verkehrtem Wege dahin kam, dieGesiebte der Nacht vergaß, und auf alle Ahnungendes Weges nicht merkte. Ein zwiefaches Wunder-gesichl mußte ihn schauderhaft schrecken, und diesGesicht war gleichsam seine eigene Ge-schichte. Wie Gott dem stummen Thierd en Mund 0 ffn e t, so muß auch Ee jctztwider Willen und Wohlgefallen reden:der Engel mit dem bloßen Schwert aufder Enge des Weges steht gleichsam nochimmer vor ihm. Wer sich in den Glauben derdamaligen Zeit, zumal in die Seele eines morgen-ländischen Schamanen, die immer voll Gesichte, vollTraume, voll Wanderungen in andere Oerter und Zei-ten waren, und bei allen Völkern, wo sie sind, nochjetzt sind; wer sich in diese zu setzen weiß, wird alles sosehr an seinem Ort , die ganze Geschichte in dernatürlichsten Gradation, die Behandlung Got-tes der Denkart Bileams so angemessen, undauch die Sprache des Tbieres im Ohr desWeissagers dem Zw eck seiner Göttcr-spruch reise so zutreffend finden, daß ichin dieser ganzen Geschichte, auch von Seite deS na-türlichen Ausdrucks, kein Wort zu andern wüßte,so wenig als an den hohen Sprüchen aus BileamsMunde. Und deshalb rückt sie auch Moses als denhöchsten Kranz israelitischer Siegsgewißheitei»; ein Kranz, den ihm ein abgöttischer Schaden-bereiter, ein arglistiger Lohnprophet, unter demunmittelbaren Zwange Jehova h's, alsein redendes Thier selbst zollen mußte.Denken Sie sich eine Situation, wie Israel schö-