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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
Place and Date of Creation
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weg ist: der Bote Jehovah's erscheint am furcht-barsten; die Eselin fällt auf's Knie: er ergrimmt,er wühthet und nun spricht sie. Sie spricht imOhr des Schamanen wirklich: denn in eben demTon, in dem Alles erzählt wird, wird auch dieserzählt: in eben der Maaße, wie es heißt, daßGott Bileam die Augen öffnete, heißt's hier,daß er der Eselin den Mund geöffnet habe.Dem verwilderten, zornigen Propheten gehn nochnicht die Angen auf, was das Gesicht sagen wolle;und da öffnet ihm Jehovah die Augen. Er siehtden Boten Gottes mit dem furchtbaren, bloßenSchwert, der mit ihm zankt, der ihm vom Er-würgen spricht, der seinen Weg verkehrt, d. i.hinterlistig, falsch, verwegen nennet, und ihm noch-mals auf eine fürchterliche Art gebietet, nichts zureden, als was ihm der unmittelbare Trieb (o(>,u?,,kxrcrcri.s, imn>etu8 llsliovas) sagen würde. So ge-warnt zieht er fort und kann nun, trotz seinerLohngier, nicht anders- Alle Altäre, alle Opferauf den Höhen helfen nicht: hier hilft kein Gottder Höhen; Jehovah begegnet ihm, er kann nichtfluchen, er muß segnen. Zweimal thut er's un-willig, zum drittenmal, da er göttliche Uebermachtfühlt, thut er's willig, ja legt noch einen viertenhöheren Segen über alle vorigen, er segnet bis indie spatesten Zeiten. Niemanv, der seineAussprüche liefet, wird den Enthusiasmus, die höch-ste, gleichsam unmittelbare Begeisterung verkennen,die in einer menschlichen Rede statt hat; und sieerschallet und fliegt auf aus eines UnwilligenMunde, der gedungen ist, und immer neu gedun-gen wird, zu fluchen, wenn er segnet. Sie er«