das Studium der Theologie bctr. 25
chcrc Boten und Geschenke kommen, ihn mitzuneh-men; sein Herz gelüstet, — aber das Interdiktliegt noch auf ihm, er bezeugt, daß er dies Bandim mindesten nicht brechen könne. Der Gott Je-hovah sichet sein lohnlüstcrnes Herz, und will ihnbeim Wort halten; es soll vor Balak und allen Moabi-tern gezeigt werden: „kein Wort des Fluchs käme„auch von der Zunge des gierigsten Lohnpropheten„hervor, wo Gott ihm Bann auflege:" er erlaubtihm also die Reise, zu ziehen. Nun wendet sichdas Herz des Propheten (denn Balak Fluch zu brin-gen, zog Er doch eigentlich nicht hin: die Reisewar ungereimt und gefährlich, wenn er sich diestreu und deutlich gedacht hatte) er denkt alfo Gottzu entwifchen, Gott zu betrügen, etwa eine Gele-genheit zu finden, wie er mit einem herausgestoße-nen bösen Wort (dem man immer noch Wirkungzulraute) Balaks Willen doch erfüllte. Und da er-grimmt Gott über den Ziehenden, sein Engel trittihm in den Weg, ihn, der die Stimme Gottes inTraumen verachtete, jetzt harter zu warnen. Dasstumme dienstbare Thier muß das Gesicht sehen,und will nicht fort; schon dieses war (nach der an-genommenen Denkart der Zeit, zumal nach dem,was vorausgegangen war, und in der Seele einesSchamanen) eine unglückliche Vorbedeu-tung, „ihm sey das Reich der Geister, der Gott„Jehovah, der ihm in zween Traumen erschienen„war, zuwider." Ec verachtete die Vorbedeu-tung, schlagt sein Thier und zieht weiter. DasGesicht sperret ihm einen engeren Pfad: er wirdgepreßt — achtet's noch nicht, schlagt und ziehtweiter. Jetzt kommt er in die Enge, da kein Aus«