Briefe,
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Pandora. Mithin ist auch der Erfolg dieses Mähr-chens Mährchen: denn die Geschichte von Kain undAbel, von der Sündfluth, den Reisen der Israeli-len aus Egypten und in der Wüste, haben mitunter so stacke poetische Stellen und Schilderungen,als diese so kindlich und simpel erzählte Geschichtenicht haben möchte. Kurz, ist alles das ein Gedicht,eine Fabel, ein Figment, was uns aus der erstenkindlichen Zeit der Welt, gerade in ihrem Ton, d. i>einfältig, kindlich, poetisch erzählt wird und so er-zählt werden mußte, wenn (wie doch alle Geschicht-schreiber wollen und es die Natur der Sache for-dert) jede Beschreibung die natürlicheFarbe ihrer Begebenheit annehmenmuß; was bleibt uns dann von dieser ganzen älte-sten Geschichte ?
Lassen Sie gegentheilS, mein Freund, die Ge-schichte gerade, wie sie ist, ohne eine neuere, feineDeutung oder Dichtung in sie zu legen: wie n a-türlich und philosophisch, d. i. angemes-sen der Sache, der Sprache, der Zeit,den Umständen wird Alles! Ein Menschen-paar ist erschaffen; denn Gott thut Alles durch diekleinste Kraft. Ein dritter Mensch, oder ein zwei-tes Menschenpaar wäre Verschwendung gewesen,und wir alle auf der Erde sollten als Brüder EinerFamilie leben. Adam und Eva sind also historischeWesen, und ihre Schöpfung, ihre Zusam-men führung, die Lenkung ihrer erstenKenntnisse und Empfindungen konnte fürkindliche Zuhörer der ältesten Zeit nicht simpler,wahrer, begreiflicher, historisch-treuer erzählt wen-den,