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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Thologie betr. r5

eine schöne Lehre: wie Sünde entstehe? und wieGott Sünden strafe? unter der Hülle des Mähr-chens zu zeigen, und natürlich macht man es so-dann zur schönen Hülle. Man giebt dem Text äst-hetisch und poetisch, was man ihm und dem Zu-sammenhänge historisch, natürlich nahm Ichfrage Sie, mein Lieber, ob Ihrem unvcrcücktenJugcndsinn, dem ersten Eindruck Nack), je ein sol-ches Lied, eine schön erdachte, dazu schön vollendeteFabel, in dieser einfältigen Erzählung erschienenist? Ich lese und lese wieder: kein Ton des Lie-des kommt in mein Ohr, so wenig als in der gan-zen Geschichte der Israeliten oder ihrer Vater, dadoch bei dem Liede Lamechs, den Liedern Moses,Davids, der Propheten auf Einmal die Rede sounterschieden steiget, daß niemand, der nur eini-ges Gefühl für Gesang oder Poesie hat, den höhe-ren Anklang verkennen kann. Wo ist das hier imAnfänge der Bibel? wo fängt das Lied an, woendigt's? Wo fangt die Fabel an, wo endigtsie? Ist kein Paradies, kein Baum, keineSchlange da gewesen, sind sie nur Geschöpfe derFabel, warum nicht auch Sünde, Adam und Eva?da doch auf diese letztere, als auf Personen derGeschichte, im Verfolg weiter gebauct, und auchauf Sünde und Verbannung aus dieser Urgegendim Verfolg weiter gerechnet wird. So ist's alsoauch Fabel, daß Adam erschaffen ward? daß er sound da und dazu erschaffen wurde? daß untersolchen Umstanden von ihm das Menschengeschlechtansing? Wir wissen also von allen diesen Sachennichts, und haben am ganzen Mährchen nichtsmehr, als die Geschichte vom Prometheus und der