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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie bet r. 7

Wahrheit, Nutzen und Verhältnis, Gestalten ausdieser Gegend. Was das schlimmste ist, so lernter durch diese Verkümmerung in seinen jungen Jah-ren Hülfsmittel verachten oder vernachlässigen, de-ren Mangel ihm nachher immer anklebt, gewisser-maßen unersetzlich bleibt, und ihn vielleicht gar,weil keine Blöße sich gern zeigen will, wie sie ist,gegen das bessere Licht recht gebrauchter Hülfsmittel zu-letzt wapnet. Den Grund vom letzten weiß er viel-leicht selbst nicht, und sodann um so schlimmer:nun streitet er für die Sache Gottes und der Bi-bel, weil er eigentlich für seine Dürftigkeit an wah-ren Einsichten und Hülfsmitteln, d. i. für denStaar seiner Augen streitet.

Verachten Sie also nicht, mein Lieber, di^Kenntnisse, die Ihnen zu solchem Gebrauch der Bi-bel angeboten werden; es bleibt Ihren reifern Jah-ren ja nachher ausbehalten, welchen GebrauchSie davon machen wollen. Lassen Sie sich selbstden Mißbrauch, die oftermals recht schnöde Anwen-dung der so genannten b i b li s ch e n K r i t i k, derIhnen vor Augen ist, nicht abschrecken; sondern ler-nen Sie Sprachen, verwandte Sprachen, machensich die Grundsätze dieser feinen, gelehrten und phi-losophischen Wissenschaft bekannt, sammeln, wasSie sammeln können, wenn cs auch nur von ferndazu dienet. Halten Sie sich früh ein Exemplarder Bibel in ihren Grundsprachen, wo Sie aufdurchschossene Blätter Varianten , Einwürfe, Mulh-maßungen, Bemerkungen, Regeln zu künftigemGebrauch und Urthcil anmerken. Nur jetzt urthei-len Sie noch nicht. Sie sind noch zu jung; viel-