VIII
Vorrede.
aber zu weit geführt und den Band unnöthig ver-größert haben. Sie sind überdem, des VerfassersZweck nach, hier nur Nebensache; mit Citationcnund muffiger Gelehrsamkeit zu prahlen, war er niegewohnt. Die weite Uebersscht, in welche er dasganze Reich theologischer Kenntnisse zusammenfaßtund bindet, und alles Schöne und Nützliche der so-genannten weltlichen Gelehrsamkeit zu seiner Be-reicherung und Verschönerung benutzt: die Origina-lität, die Neuheit, das poetische Leben seiner An-sichten: die Menge genialischer Winke zu fruchtba-rerer Bearbeitung dieser Wissenschaft, die so oftdas Unglück hat, durch willkührlichc Behandlungund Modellirung nach den Schulsystemen der Zeitentstellt und von einem Scholasticismus zum an-dern hingerissen zu werden: das Leben und dasInteresse für Humanität, das er in alle ihre Theilebringt, die praktische Richtung, die er ihr zumVorthcil achter Menschenbildung zu geben trachtet:— die sind die Hauptsache! Vorzüge, die dem Ver-fasser auch bei Behandlung anderer Wissenschaftenin so seltenem Grade eigen waren. Die allgemeingute Aufnahme, die dieses Buch fand, hat diesesUnheil längst bestätigt.
Der folgende Theil wird nebst dem 4tcn Theildie (noch ungedruckte) Fortsetzung dieser Briefe undandere Beilagen aus den Handschriften des Ver-fassers enthalten.
Schafhauscn, den 12. Mai 1807.
I. G. Müller.