Vorrede des Herausgebers
^>a mit dem achten Bande die Schriften des sel.Herders zur Erläuterung der Bibel ge-schloffen sind, so hätten zwar füglich die über diechristliche Lehre*) folgen, und mit denenüber daS Studium der Theologie über-haupt und über das geistliche Amt der Beschlußgemacht werden können. Weil aber jene (die christ-lichen Schriften) als fein letztes theologisches Werkdie (Überzeugungen und Ansichten seiner spätcrnJahre von christlicher Religion und Theologie ent-halten, so scheint cs schicklicher, mit diesen den Be-schluß dieser Abteilung seiner Werke zu machen.
Im iX. Bande erscheinen also die ersten dreiTheile der Briefe, das Studium der Theo-logie betreffend — gewiß eine seiner nutzbar-sten Schriften! wo, wenn sie gleich keine vollstän-dige theologische Methodologie enthalten oder enthal-ten wollen, doch, keine, einigermaaßen wichtige, Ma-terie im ganzen Umfang der theologischen Wissenschaftunberührt, und >— wie cs bei Herders leichtestenBerührungen einer Sache geschah — unbeleuchtetbleibt. Die Briefe, besonders in den literarischenNotizen zu ergänzen, wäre, bei so häufigen Hülfs-mittel» dazu, eine leichte Mühe gewesen, würde
*) Christliche Schriften, in fünf (kleinen) Sammlun-gen , 1794 — 179 «.