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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
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Welt. Jeder sprach aus dem Munde seiner Väter;er sähe nach der Welt, die um ihn war; ermachte sich Aufschlüße von Dingen, die ihm alsdie merkwürdigsten Vorlagen, und nach der Art,wie sie seinem Clima, seiner Nation, seiner bis-herigen Leitung nach am besten konnten erklärtwerden: er schloß nach seinem Interesse, und nachder Denkart, Sprache und Sitten seines Volks.Welt und Menschengeschlecht und Volk ward alsonach Ideen seiner Zeit, seiner Nation, seiner Cul-tur errichtet: im Kleinsten und im Großesten na-

tional und lokal. Der Skandinavier bauete sichseine Welt aus Niesen, und durch Niesen des Fro-stes , die Erde aus dem Leichname des Umers,das Meer ans seinem Blute, und den Himmelaus seinem Schädel. Ec schuf sich seine Menschenaus Stücken schwimmenden Holzes: erklärte sichdie Uebcl seiner Welt aus dem Wolfe Fenris, undder großen Schlange von Midgar: so dichtete ersich die Natur der Dinge und des Himmels: alleswar Riese, . Ungeheuer und Zauberei. Der Jro-quoise machte Schildkröten und Fischotter — derIndianer Elephanten — der Neger endlich einKuhhorn voll Mist zu Maschinen dessen, was ersich erklären wollte. Hier sind alle Alterthümerund Reisebeschreibungen voll von Sagen und Tra-ditionen , von Lokaldichtungen, und Nationalmähr-chcn. Wer da will, der bringe in diesen unendli-chen und so wildvcrwachsnen Wald, Licht, Ord-nung und Aussichten.

Ucbcrall wurden also diese uralten theologisch-philosophisch-historischen Nationaltraditioncn in ei-