Welch eine schöne Art endlich, diesen Zweckzu erreichen! Mehr ermunternd als lehrend: nichtpochend und befehlend, sondern wie cs der Religiongebührt, rathcnd und in väterlichen Bildern erin-nernd. Wie in Lacedamon der Altar der Furchtwar, um Tapferkeit einzuflößen: so steht hier einAltar der Ruhe Gottes, um zur Wirksamkeit zubeleben. Wie nützlich in seinem Hauptzweck!
Aber auch in allen Nebenzwecken für den Ori-ent sehr nützlich. Der Unterricht, der auf diesenTagebau gegründet war und sich mit ihm in dieSeele drückte; welches ewige Gute brachte er indas Gedachtniß und die Einbildung der Nation!Reine, erhabne Ideen von Gott, dem Weltschöpfer,ihnen einpflanzen; sein Andenken ihnen in allenWerken der Natur sichtbar machen, im prächtigenLichte und im Dunkel der Nacht, im hohen Him-mel und in der gebahnten Erde, in den königlichenGestirnen und in den belebten Heeren der Welt— welches würdige Geschäft! Es führte ihnen dieReihen der Wesen, als Zeugen Gottes in singen-der Ordnung vorbei: „Siehe! auch das ist gut ge-schaffen !" Es zeigte ihnen eine lichthelle, freie,geordnete, bevölkerte, genießbare Welt in allerPracht ihres Ursprungs und in allem Rechte, wassie darauf hatten. Es flößte ihnen bei ihrem Hir-ten - und Landleben die edle Neigung em, Gottin der Natur zu suchen, und das glückliche LooSihrer menschlichen Bestimmung zu fühlen, daß sieals gesegnete Untcrgötter da waren, zu wirken undzu genießen! Das Alles konnte cs von der EinenSeite. — Und von der andern, was zerstörte es