des Menschengeschlechts. 329
baths wurde, so wirds hier eine mncmonische Ein-schärfung des Fleißes der Woche.
Daß die den Morgenländern nöthig sey, wirdniemand laugnen, der einen Blick in ihr Land ge-than hat, und daß unser Lied Absicht darauf habe,ist eben so unläugbar. Warum ists, daß Gott inihm sechs Lage lang wirkend cingeführt wird? EinZufall ist das nicht: cs ist die Basis des Liedes,die Grundfläche des Gedächtnißparallclismus in ihmund also Hauptzweck des Dichters. Wurf deS Ge-nies ist cs nicht: denn es ist der Denkart des gan-zen Orients von Gott entgegen. Nach ihnen allenist Gott ein Wesen, dessen Seligkeit blos in Ruhebestehet; und hier muß er schaffen und machen,und beschauen, und sich mit der Arbeit ermüden.Wurf des Genies ists nicht auch selbst nach der eig-nen Denkart des Dichters: er fühlt gleichsam selbstdas Unwürdige der Arbeit Gottes: er laßt ihn,
so viel er kann, sprechen, statt zu wirken: erüberhebt ihn, so viel er kann, der Arbeit. Aberder sechsfachen Tagarbeit kann er ihn nicht überhe-bcn: die macht er eben zu den sechs Hauptpunkten,
um die sich das Gedicht wendet?-Daß man
doch nicht zerbröckele, statt den Fortschuß des Gan-zen lebendig zu fühlen! Wenn hier Gott immerselbst in der Werkstatt« erscheint, immer machtund will, und besiehet, und sich freuet, daß crsgut findet — daß, so bald der Mensch auf derBühne erscheint, er als das Bild, das Gleichnis;Gottes aufgcführt werde, und zwar ein BildGottes im Herrschen, im Wirken, im Schaffenund Walten — daß ihm der Sabbath von Gottalsdann beim Schluß des Liedes zum ewigen Hei-