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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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32 , Zusätze zu der ältesten Urkunde

Beschäftigung und Lebensart, insonderheit bei deinAckerbau, macht ihrem Vieh: ihr Hang zur Leib-

eigenschaft und zum Despotismus macht ihrenSklaven und Weibern: ihr Klima endlich, das ih-ren Körper bei der Arbeit mehr auflöset, macht ih-nen selbst und Vieh und Weibern und Skl aven ei-nen Sabbath, einen Ruhetag notlnvendig. Ruhealso war ihr Idol der Glückseligkeit, ihr Zustandder Wollust, die Belohnung ihrer Arbeiten. Sie,die es schon für Strafe und Mühe hielten, daßihre Seele in einen Körper gesetzt wäre, den sieregieren und bewegen müßte: sie, die cs für Selig-keit Gottes hielten, sich dem Unbeweglichen, demNichts, dem Unthätigen zu nähern: sie, die bei

der Feinheit ihrer Organe die Ruhe durch alleSinne mehr genießen, und mit voller» Zügen insich trinken konnten, als wir hartlichere, nordischeNaturen; sie, die in ihrem warmen feinen Aethergleichsam sanft ausgclöset in der Erschlaffung derNerven, im sanften Athmen am liebsten ihr Da-seyn fühlten — wie mußte ihnen der beschwerlicheAckerbau gefallen? wie cs ihnen gefallen, als einSklave zu dienen, mit dem Vieh zu arbeiten, un-ter dem stechenden Sonnenstrahl in der Erde zuwühlen , und im Schweiße des Angesichts ein dürf-tiges, sklavisch erackertes Brod zu essen? Der ersteFluch des menschlichen Geschlechts war ihnen also,dem Weibe, unterthäuig und eine Sklavin zu seyn;dem Manne

— Bon der verfluchten Erde mir saurer Arbeit essen

— Im Schweiß des Angesichts sein Brod genießen!

Der härteste Fluch des ersten Brudermörders war: