Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
313
Einzelbild herunterladen
 

des Menschengeschlechts. ZiZ

als ein todter metaphysischer Gedanke. Wie. wolltihr ihn nun bilden? Wem wollt ihr mich gleichgestalten? spricht Jehonah!

— Unsre Lieder von Schwung und Harmonienbegeistert,

Suchen sein Bild, doch umsonst.

Da zeigt sich Gott im Lichte. Es ist nicht seinBild, nicht sein Wesen: es ist nur das Erstgebor-ne seines Worts: wie konnte er sich aber würdigeroffenbaren? Das Unbegreifliche seines Wesens, derGlanz seiner Hoheit, das Durchdringende seinerMacht, das Allgegenwärtige seines Daseyns, dieerhaltende und erzeugende Güte seines Weltgeistes,das Erquickende und Erfreuliche seines Einflußes,das Reine und Heilige seiner 'Substanz — sichedas ist Licht!

Licht ist das Gewand Jchovahs:

Mit Glanz und Herrlichkeit ist er geschmückt!

Verzeihe dem lichtbegcisterten Morgenländer, der inGegenden des reinsten Lichts wohnet, den Gebrauchdieser Symbole; welche beßre Glorie kannst du Gottgeben? Licht ist sein erstes Geschöpf — das Rein-ste, Mächtigste , Zarteste unter den Elementen derDinge. , Wolle dir das Feinste in der Natur, denGedanken deiner Seele, denken: er wird Lichtstrahl.Da geht er auf, gießt plötzlich ein Meer der Klar-heit in deinen Geist und Fcuerstromc durch Herzund Adern. Da blitzt er im Auge, da lacht ernon der Stirn, da flammt er, wie Morgenrötheauf Len Wangen, da brennt und pocht er im Vlu-