des Menschengeschlechts. 3«?
genlandcr. Seine Gedanken heben sich nicht höherals an das gewölbte Blau des Himmels , und sen-ken sich nicht tiefer als auf die Erde, die er be-wohnt : da kniet er auf eine Ebne dieses Staubesnieder, erhebt seinen Blick himmelan, und betet —nicht zum Schöpfer der Sonnenwirbel und Milch-straßen; zum Schöpfer Himmels und der Erdcn,Spotte nicht seiner eingeschränkten Begriffe: siesind der Gesichtskreis des menschlichen Auges undauch da findet er Gott in Größe:
Höhen des Himmels sinds! was willst du mache»?Tiefer als die Höll' ein Abgrund! was willst duerkennen?
Das Maas des Allerhöchsten ist länger, als dieErde
Ist breiter, als das Weltmeer!
Vergiß WelkEharten und Erdabrisse, um dieseMaaße lebendig zu fühlen: sie sind der Umfang
der Schöpfung Gottes im Aug' eines Naturmenschen:
Wo soll ich hingehn vor dem Geist Gottes?
Wo vor seinem Angesicht hinfliehn!
Gen Himmel? er ist da!
In die Höll'? auch da ist Er!
Wollte ich auf Fittigen des Lichts ans äußersteWeltmeer hinfliehn!
Auch da bin ich in Gottes Hand, und unter seinerRechte!
Was laßt sich im sinnlichen Anblicke mehr sagen?
Und wie wollten wir diesem Staubgeschöpfe,das nur zwischen Himmel und Erde schwebt, zu-muthen, sich den Anfang der Welt zu denken?
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