270 Zusätze zu der ältesten Urkunde
Die Erde verwandelt sich, wie Thon unter demSiegel
Und alles steht plötzlich im Schmuck!
Entzogen ist den Uebelthatern ihr Licht,
Ihr stolzer Arm ist zerbrochen!
Die Sonne geht auf! das große Licht, der Königdes Tages!
Da heben sich die brüllenden Löwen davonUnd gehen in ihre Höhlen!
Da wandelt der Mensch, verjüngt, zu seinemTagwerk hin
Und ackert bis zum Abend.
Herr! Deine Werke sind groß und viel, undweise geordnet
Die Erd' ist deines Segens voll.
Nun siehe, den Mond! das kleine Licht, die Köni-gin der Nacht! --und hinter ihr die Sterne!
Schön bist du, Himmelstochter! sanft und huld-reich
Ist dein verschwiegen Angesicht!
Du prangst heran. Die Sterne reihen sich inOsten
Um deinen blauen Pfad!
In deiner Gegenwart, o Mond, frohlockenDie Wolken. Deinen Schimmer trinktIhr dunkelbrauner Saum in sich. Wer ist amHimmel,
O Aind der Nacht, dir gleich?
Die Sterne sind beschämt und schlagen seitwärtsIhr dammerndsunkelnd Aug von dir —
Allein du schwindest selbst ins Dunkel und ent«stürzest