des Menschengeschlechts. 267
und warteten; sollten sie, die noch von keinemSystem, und Elaßrngeist aus Büchern angesteckt,nur noch die ganze, volle, lebendige, würkendeNatur sahen; sie übcrdem, die Phantasie genughatten, Alles im Reich der Schöpfung zu beleben,Alles als fühlbare, handelnde Natur zu sehen, undanzureden — sollten sie, sage ich, an ihren grü-nenden Freunden, den Pflanzen, nicht Leben undLebensalter, Geschlechter und Befruchtungen gese-hen haben? Ungezwcifelt! und wem meine Ueber-setznng, die offenbar weibliche zarte, männliche be-säumende und Hermaphroditen von Pflanzen undFruchtbaumen findet, die den Saamen in sich selbsthaben — wenn diese Uebersetzung zuviel sagen woll-te, der kaim wenigstens die Eintheilung in zarteund härtere Pflanzen, und also die Lebensalter,und die Zeit und Unterschied ihrer Besamungennicht verkennen; und auch das sind schon lebendigeAttribute. So ist demnach hier zu Ende des erstenDrei von Tagewerken die erste Befruchtung, dieerste Bevölkerung der Erde. Wie weit ist schondie Schöpfung! —
< Aus rosefarbnem Gewölk mit jungen Blumen um-gürtet
- Sinkt schon ein Frühling vom Himmel. Es wirbsein göttlicher Olhem
Durchs Herz der Erde gefühlt. Da rollen Güßevon Beigen,
Der Boden trinket die Flut: das Weltmeer wälztsich ins Thal hin.
Die Luft ist sanfter. Ein Teppich mit wilder Kühn-heit auö Stauden