des Menschengeschlechts. 25 /
Morgenländer, der mehr als öfters der nnsrige mitDämmerung und Nebel Gegensatz macht, a!S dasursprüngliche Bild deS Guten! Gott unterschied al-so zwischen Licht und Dunkel, und nennete (nachder Weise der Morgenländer, alles in Namen zuhüllen) jenes Tag, dieses Nacht. Nun ist dasTagewerk geendigt. Der Schöpfer hat das schönsteWerk, das Licht, hcrvorgebracht: er fand sein
Werk gut und frcuetc sich drüber mit der gutenFreude eines Werkmeisters. Er setzte also sein Werkhin, und Unterschieds: ja ec eignete es sich endlichals Vater und Künstler zu: er gab ihm, als Ur-heber, den Namen.
So ward der AbendSo der Morgen: Ein Tag!
Und welch ein schönes, großes einfaches Tage-werk! Die Uebcrschrift des ganzen Stücks giengvoran. Es folgte die fürchterliche Nachtbeschreibungmit einer Steigerung des Schrecklichen, Lebendigen.Gott kam und sprach Licht! die ewige Nacht istvertrieben: sein Licht ist da: sein Werk ist vortreff-lich : er bestimmts: er nennks: das Tagewerk ist
vollendet! Wer kanns einfacher beschreiben? Werkanns vollenden, als Gott?
„Weißest du den Weg zum Lande, der Wohnungdes Lichts,
„Und zum Ort der Finsterniß?
„Hast du beide in ihrer Grenz' ergriffen
„Und den Fußsteig zu ihrer Wohnung bemerkt?"
So ward also auch in der morgenländischenHerders Werke z.Rel.u.Theol, VI. R